Gasometer: Abwägungsergebnis liegt vor

04.07.2009: Hier einsehen oder herunterladen

Das Bezirksamt hat das Abwägungsergebnis zum Bebauungsplan VII-29 (Gasometer) vorgelegt. Es wird am Mittwoch, den 08.07.2009 im Stadtplanungsausschuss der BVV diskutiert (17 Uhr, Raum 1110 im Rathaus Schöneberg). In der selben Sitzung wird entschieden, ob es der BVV am 15. Juli als dringliche Beschlussvorlage zugewiesen werden soll.

  

Im Ergebnis der Bürgerbeteiligung, der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Debatten im Ausschuss und der BVV sind eine Reihe von Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Konzept eingeflossen.

Die SPD-Fraktion hat im Laufe der Diskussion fünf Anträge zum Gasometer-Bebauungsplan gestellt.

Das Bezirksamt wurde ersucht, bei der Aufstellung des Bebauungsplans für das ehemalige Gasag-Gelände an der Torgauer Straße dafür zu sorgen, dass die Höhe der Randbebauung im angemessenen Verhältnis zur Umgebung steht.

Ergebnis: Über beide Beteiligungsstufen hinweg wurde die Höhe der Gebäude um mindestens 7 Meter und im Einzelfall um 20 Meter reduziert.

Das Bezirksamt wurde ersucht, bei der Aufstellung des Bebauungsplans für das ehemalige Gasag- Gelände an der Torgauer Straße dafür zu sorgen, dass auch Wohnen auf dem Gelände ermöglicht werden kann.

Ergebnis: Der Bebauungsplan sieht vor, dass in -allerdings überschaubaren- Teilbereichen Wohnen möglich ist.

Das Bezirksamt wurde ersucht, bei der Aufstellung des Bebauungsplans für das ehemalige Gasag-Gelände an der Torgauer Straße dafür zu sorgen, dass Einzelhandel und Vergnügungsstätten auf dem Gelände nicht zugelassen werden.

Ergebnis: Großflächiger Einzelhandel mit mehr als 800 Quadratmeter ist ausgeschlossen. Es ist auch gesichert, dass nicht durch das Zusammenpuzzeln von kleinen Flächen großflächiger Einzelhandel durch die Hintertür entsteht. Gaststätten sind zulässig, Vergnügungsstätten (Spielhallen etc. ) nicht.

Das Bezirksamt wurde ersucht, im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans für das ehemalige Gasag-Gelände an der Torgauer Straße die Pläne zum Bau einer Brücke für den Fahrrad- und Fußverkehr über die Gasag-Nordspitze in Höhe der Roßbachstraße zu berücksichtigen.

Ergebnis: Eine Fußgänger- und Fahrradverbindung zwischen der Insel und der Ebersstraße ist zwar nicht Gegenstand des Bebauungsplans, die notwendigen Flächen wurden jedoch gesichert und die Finanzierung einer Brücke im Rahmen des Programms "Stadtumbau West" eingeleitet.

  
 

Lageplan der Gebäude (noch ohne Änderungen)

Das Bezirksamt wurde ersucht auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse des vorliegenden Verschattungsgutachtens die Bauhöhe des projektierten Gebäudes "Nordspitze" (Bauteil 7) so zu verringern, dass die Verschattung der Sozialflächen entlang der Wannseebahn und der Ebersstraße signifikant reduziert wird.

Ergebnis: Die Bauhöhe ist um 7 Meter auf 38 Meter reduziert worden. Die Verschattung von Wohnungen und Gemeinschaftsflächen wurde damit ebenfalls reduziert.

Eine erneute Auseinandersetzung des Stadtplanungsamtes hat auch zu einer Höhenreduzierung des Gebäudes 1 geführt, eines Hotels, das in die Südspitze Torgauer Straße, Sachsendamm gebaut werden soll. Dessen Höhe ist um 7 Meter reduziert worden und die Baufläche nach Osten verschoben worden, um die negativen Auswirkungen auf die Ebersstraße 75-80 zu verringern.

Weitere Forderungen der SPD:

Teil des Bebauungsplans ist eine neue Straße zwischen dem Sachsendamm und dem Gasometer-Gelände, damit die Erschlöießung nicht von Norden quer über die Insel führt. Damit diese nicht "vergessen" wird, muss der Projektentwickler eine Bankbürgschaft über die Baukosten hinterlegen.

Die Baustelle soll ausschließlich vom Sachsendamm aus mit Baumaterial und ähnlichem versorgt werden.

Beide Forderungen müssen in einen abzuschließenden städtebaulichen Vertrag und einen Erschließungsvertrag einfließen.

Weitere Informationen unter "Kieznachrichten", dann den Filter unten auf der Seite auf "Gasometer Schöneberg" setzen.
Zugehörige Dateien:
B-Plan (noch ohne die Änderungen)Download (2095 kb)
Begründung (Textteil des B-Plans)Download (1086 kb)
Abwägungsergebnis der Öffentlichkeitsbeteiligung (Anregungen und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger)Download (742 kb)
Abwägungsergebnis Träger öffentlicher BelangeDownload (288 kb)
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