Brücke im Lindenhof nach Martin Wagner benannt

09.09.2007: Festakt im Rahmen des Parkfests

  
 

Stadtrat Krömer, Genossenschaftsvorstand Reinelt und Bürgermeister Band (v.l.n.r.) auf der frisch benannten Brücke

Das Parkfest im historischen Lindenhof ist eine der wenig über ihren eigentlichen Ort hinaus bekannten Veranstaltungen im Bezirk. Es gehört jedoch zu den traditionsreichsten und best besuchten Veranstaltungen dieser Art.

Jedes Jahr im Frühherbst trifft sich der ganze Lindenhof im Park am Weiher, um bei einem bunten Programm für alle Generationen zu feiern. So auch in diesem Jahr. Veranstalter ist seit 2001 die Wohnungsgenossenschaft GeWoSüd, zu deren Beständen der Lindenhof gehört. So freute sich Genossenschaftsvorstand Norbert Reinelt auch über die von ihm geschätzten 2.000 Besucherinnen und Besucher.

Die Wertschätzung, die das Fest auch über den Lindenhof hinaus genießt, wurde auch an den bekannteren Gästen deutlich. So stattete der Vorsitzende des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU), Ludwig Burkardt, dem Fest ebenso einen Besuch ab, wie politische Prominenz. Darunter der Wahlkreisabgeordnete SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzender Michael Müller, der Abgeordnete Lars Oberg, der Bezirksbürgermeister Band, die Stadträte Schworck und Krömer. Aus der BVV waren unter anderem die SPD-Fraktionsvorsitzende Elke Ahlhoff und der FDP-Verordnete Hackenberger erschienen.

In diesem Jahr stand die Ehrung des Stadtbaurats Martin Wagner (siehe unten) im Mittelpunkt des Festes. Die einzige Schöneberger Brücke, die über ein Gewässer führt, wurde nach Martin Wagner benannt. Wagner war als sozialdemokratischer Stadtbaurat der damaligen selbständigen Stadt Schöneberg politischer Wegbereiter und Architekt der Siedlung Lindenhof.

Nach kurzen Ansprachen von Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD) und Baustadtrat Bernd Krömer (CDU) durfte letzterer als quasi Amtsnachfolger den Schriftzug an der Brücke enthüllen.

Wagner, Martin

(aus www.berlin-geschichte.de)

  • 05.11.1885 Königsberg,
  • † 28.05.1957 Cambridge (USA), Architekt.

"W. studierte in Dresden und Berlin Architektur. Am 1. 7. 1918 wurde er Stadtbaurat von Schöneberg. Er gründete 1919 den "Verband der gewerkschaftlichen sozialen Baubetriebe", dem er auch bis 1926 vorstand. Von 1924 bis 1926 war er als Direktor der Deutschen Wohnungsbau-Genossenschaft in Berlin tätig. 1926 bis 1933 wirkte W. als Stadtbaurat von Berlin. Dabei erwarb er sich große Verdienste. W. war mit Bruno Kontext: Taut, Bruno Julius Florian Taut am Entwurf für den Bau der Hufeisensiedlung in Britz (1925/26) beteiligt. Schon 1924 bis 1926 wurde nach W.s Entwürfen die Lichtenberger Plattenbausiedlung an der Splanemannstraße erbaut. Von 1927 bis 1929 war er maßgeblich an der Neugestaltung des Alexanderplatzes in Berlin beteiligt. Am 10. 8. 1931 wurde W. ordentliches Mitglied der Preußischen Kontext: Akademie der Künste Akademie der Künste. 1933 trat er aus der Preußischen Akademie der Künste aus und emigrierte. Er gelangte über die Türkei 1935 in die USA, wo er an der Harvard Universität eine Professur erhielt. Nach 1945 bemühte er sich vergeblich in West-Berlin um die Stelle eines Stadtbaurates. Eine Gedenktafel in Schöneberg in der Röblingstraße 27-29 und der Martin-Wagner-Ring in Neukölln sind nach ihm benannt."


Weitere Bilder

     
 

Stadtrat Krömer beim Balance- und Enthüllungsakt

 
     
 

Gut besucht: Der SPD-Infostand

 
     
 

BBU-Vorsitzender Ludwig Burkardt (im grünen Anzug) lauscht der Rede des Bürgermeisters

 
     
 

Samba als Festauftakt und Weckruf

 
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