Sehenswert: Notaufnahmelager Marienfelde
03.10.2007: Abteilungs-Exkursion zur Erinnerungsstätte
Der diesjährige 3. Oktober überraschte mit einem Wetter als wollte er sich dafür entschuldigen, dass er den 17. Juni als Tag der Deutschen Einheit verdrängt hat.
Allerbeste Rahmenbedingungen also für die Exkursion der Abteilungen Schöneberg und Lindenhof in den Süden des Bezirks.
Das Notaufnahmelager Marienfelde ist nach wie vor in Betrieb und erste Station von Spätaussiedlern, insbesondere aus der ehemaligen Sowjetunion.
Die etwa einhundert heute hier vorübergehend lebenden Menschen lassen einen Vergleich mit den Flüchtlingsströmen aus der DDR in den fünfziger und frühen sechziger Jahren nicht annähernd zu. An die Flucht von Hunderttausenden und deren Ankunft in Berlin und Deutschland (West) zu erinnern, hat sich der Verein "Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Mariefelde" zur Aufgabe gemacht.
Herzstück der Vereinsarbeit ist die Betreuung der Ausstellung zum Notaufnahmelager. Unter außerordentlich fachkundiger Führung besichtigten die Exkursions-Teilnehmer die detailliert und modern gestalteten Ausstellungsräume, unter anderem zu den Schwerpunkten Fluchtgründe, Fluchtwege, Notaufnahmeverfahren, das Lager als "Feindobjekt" der Stasi und zum weiteren Weg der Flüchtlinge, nachdem sie das Lager verlassen haben.
Gerade für die jüngeren Teilnehmer war die Mischung aus Geschichte und erlebbarer Atmosphäre interessant wie sie vom Geländerundgang und einer originalgetreu nachgestelltenen Notunterkunft ausging.
Ein Besuch dieser Ausstellung kann nur empfohlen werden. Sie ist Dienstags bis Sonntags von 10:00-18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Führungen finden Mittwochs und Sonntags jeweils um 15:00 Uhr statt. Das Führungsentgelt beträgt 2,50€, ermäßigt 1,50€.







